{"id":1161,"date":"2018-09-03T23:52:26","date_gmt":"2018-09-03T21:52:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/?p=1161"},"modified":"2018-09-03T23:57:32","modified_gmt":"2018-09-03T21:57:32","slug":"tag-15-danzig-leba","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/archives\/1161","title":{"rendered":"Tag 15: Danzig-Leba"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_1150\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_1150\" class=\"wp-caption aligncenter\" style=\"width: 588px\"><a href=\"http:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/165a0842720.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-1150\" src=\"http:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/165a0842720-578x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"578\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/165a0842720-578x1024.jpg 578w, https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/165a0842720-169x300.jpg 169w, https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/165a0842720-768x1361.jpg 768w, https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/165a0842720.jpg 844w\" sizes=\"auto, (max-width: 578px) 100vw, 578px\" \/><\/a><figcaption id=\"figcaption_attachment_1150\" class=\"wp-caption-text\">Die letzten Kilometer nach Leba: unwegsames Gel\u00e4nde, ungeeignet f\u00fcr Radfahrer.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Weg in das Seebad Leba war hart erk\u00e4mpft. Dabei waren 112 Kilometer von den 127 sehr gut zu fahren. Bei Sonne und blauem Himmel fuhr ich \u00fcber Sopot und Gdynia die K\u00fcste hoch bis ganz nach Norden. Ich hatte mich f\u00fcr den l\u00e4ngeren und sch\u00f6neren Weg am Meer entschieden. Ich kam an kleinen Bootsh\u00e4ften vorbei. Im Wasser schaukelten die Jollen, w\u00e4hrend mein Blick \u00fcber die schwarze Ostsee schweifte. Der leichte Wind aus Nordost kam mir zu Hilfe, als ich bei Wladyslawowo nach Westen abbog. Auf einem herrlich asphaltierten Radfernweg surrte ich mit dem Wind im R\u00fccken wie ein Aufziehm\u00e4nnchen durch die Landschaft. Ein gutes St\u00fcck des Wegs f\u00fchrte mich schlie\u00dflich durch die K\u00fcstenw\u00e4lder, in denen manchmal das Rauschen der Brandung zu h\u00f6ren war.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1151\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_1151\" class=\"wp-caption aligncenter\" style=\"width: 650px\"><a href=\"http:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/165a06ddc18.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-1151\" src=\"http:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/165a06ddc18-1024x578.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"361\" srcset=\"https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/165a06ddc18-1024x578.jpg 1024w, https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/165a06ddc18-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/165a06ddc18-768x433.jpg 768w, https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/165a06ddc18.jpg 1496w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><figcaption id=\"figcaption_attachment_1151\" class=\"wp-caption-text\">Radeln im Schatten der D\u00fcnen, die Brandung im Ohr.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nach einer kurzen Trinkpause gegen halbacht\u00a0in einem kleinen Ort mit Saison-Fastfoodrestaurants w\u00e4hnte ich mich noch p\u00fcnktlich im Hotel einzuchecken. Ich hatte 19-20 Uhr als Ankunftszeit angegeben. Ich wechselte die Sonnenbrille gegen die f\u00fcr ohne Sonne und trat in die Pedalen. Hinter einer Wegbiegung lag ein riesiger Berg Kalk. Ich dachte an Kalk, weil der Megahaufen so hell war. Bei n\u00e4herem Hinsehen war es wei\u00dfer, feiner Sand. Erste Ausl\u00e4ufer der ber\u00fchmten Wanderd\u00fcnen von Leba. &#8211; Im Schatten der D\u00fcnen arbeitete ich mich weiter in den Wald vor, Leba in greifbarer N\u00e4he. Der Weg wurde immer wilder, schmaler, ich blieb immer wieder im Sand stecken. Dann lagen B\u00e4ume quer \u00fcber dem Pfad. Ich musste das Rad immer wieder schieben und \u00fcber Hindernisse tragen. Vor allem machten die vielen Baumwurzeln das Fahren zu einer holprigen Angelegenheit. Der Helm sch\u00fctzte mich vor Ge\u00e4st von oben, das mir immer mal wieder entgegenpeitschte. Inzwischen war es dunkel geworden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1152\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_1152\" class=\"wp-caption aligncenter\" style=\"width: 650px\"><a href=\"http:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/1659f5cf0e8.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-1152\" src=\"http:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/1659f5cf0e8-1024x578.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"361\" srcset=\"https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/1659f5cf0e8-1024x578.jpg 1024w, https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/1659f5cf0e8-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/1659f5cf0e8-768x433.jpg 768w, https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/1659f5cf0e8.jpg 1496w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><figcaption id=\"figcaption_attachment_1152\" class=\"wp-caption-text\">Blick auf die Ostsee bei Puck, n\u00f6rdlich von Gdynia.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Da klimperte es pl\u00f6tzlich am Hinterrad. Das klang verd\u00e4chtig nach einem Speichenbruch. Es konnte auch ein Zweig sein, der sich verfangen hatte und das Rad zum Singen brachte. Ich hielt an, konnte aber bei dem restlichen Tageslicht nichts erkennen. Das rhythmische Klimpern, w\u00e4hrend ich fuhr, nahm ab und wieder zu. Dann stand ich pl\u00f6tzlich an einem See mit einem Steg. Der See war wegen des hohen Schilfes in seiner Gr\u00f6\u00dfe nicht auszumachen. Ich schaute auf das Navi und kehrte um, bis ich nach 20 Metern den richtigen Pfad wieder fand. Die Tour \u00fcber Stock und Stein ging weiter, mal durch Morast, dann \u00fcber steile Huckel, um querliegende B\u00e4ume zu umfahren. Ich musste etwas in Schwung bleiben, damit das Licht, vom Nabendynamo gespeist, mir die jeweils n\u00e4chsten Meter des Weges offenbarte. Als ich endlich die ersten H\u00e4user von Leba erreichte, war ich erleichtert und das Klimpern in meinem Hinterrad war weg. Mit einer halben Stunde Versp\u00e4tung erreichte ich mein Quartier.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1156\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_1156\" class=\"wp-caption aligncenter\" style=\"width: 650px\"><a href=\"http:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/1659ede4720.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-1156\" src=\"http:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/1659ede4720-1024x578.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"361\" srcset=\"https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/1659ede4720-1024x578.jpg 1024w, https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/1659ede4720-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/1659ede4720-768x433.jpg 768w, https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/1659ede4720.jpg 1496w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><figcaption id=\"figcaption_attachment_1156\" class=\"wp-caption-text\">Hafen von Gdynia.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Sch\u00fcler habe ich heute nicht vor die Kamera bekommen. Als ich kapierte, dass heute der erste Schultag ist (eigentlich der 1. September, aber da war ja noch Wochenende), war es schon zu sp\u00e4t mit den Motiven. In Gdynia standen sie an Bushaltestellen oder stiegen gerade aus Bussen aus. Sie kamen sie offensichtlich gerade aus der Schule, denn es war Mittagszeit. Die Jungen steckten in Anz\u00fcgen, dunkelblau oder schwarz, mit wei\u00dfem Hemd. Die M\u00e4dchen trugen dunkelblaue oder schwarze Hosen oder R\u00f6cke und wei\u00dfe Oberteile.<\/p>\n<p>Bei mir ist morgen Ruhetag, Zeit zur Regeneration. Am Meer.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/1659f517b50.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1155\" src=\"http:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/1659f517b50-1024x578.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"361\" srcset=\"https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/1659f517b50-1024x578.jpg 1024w, https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/1659f517b50-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/1659f517b50-768x433.jpg 768w, https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/1659f517b50.jpg 1496w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Weg in das Seebad Leba war hart erk\u00e4mpft. Dabei waren 112 Kilometer von den 127 sehr gut zu fahren. 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