{"id":1449,"date":"2019-08-22T23:22:58","date_gmt":"2019-08-22T21:22:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/?p=1449"},"modified":"2019-08-22T23:28:20","modified_gmt":"2019-08-22T21:28:20","slug":"zweite-etappe-neu-ulm-ingolstadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/archives\/1449","title":{"rendered":"Zweite Etappe: Neu-Ulm-Ingolstadt"},"content":{"rendered":"\n<p>137 Kilometer :: 6:50 Stunden :: 1.170 H\u00f6henmeter<\/p>\n\n\n\n<p>Mit den beiden gro\u00dfen Gep\u00e4cktaschen f\u00fchre ich 10,2 Kilo Gep\u00e4ck mit. Es kommen noch zwei kleine Plastikwasserflaschen dazu. Also plus ein Kilo. Ich habe n\u00e4mlich meine zweite Rad-Wasserflasche, die in die Halterung am Rahmen passt, nicht dabei. Ich muss sie irgendwo liegen lassen haben. Zweites Manko: Mein Mikro-USB-Ladekabel f\u00fcr die Powerbank hat es auch nicht ins Reisegep\u00e4ck geschafft &#8211; oder ich habe es aus Versehen abgeworfen. Dumm auch, dass man die Powerbank mit Mikro-USB aufladen muss, w\u00e4hrend das Mobiltelefon Mini oder jedenfalls was anderes haben will. Da ich das Handy als Navi nutze, brauche ich nach ein paar Stunden Strom, wenn der Akku zur Neige geht. Mit anderen Worten: Ich muss das Handy in der Mittagspause aufladen, was Zeit kostet. Und morgen in Ingolstadt mal einkaufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Tag begann sonnig, aber mit Gegenwind aus Nordost, der mich etwas nervte. Mein Lieblingsschild an der Donau warnte vor &#8222;kopflosen Kanufahrern&#8220;. Auf dem dreieckigen Schild mit breitem roten Rad war ein M\u00e4nnlein zu sehen, dessen Kopf in einem Kanu steckte, dass er mit beiden H\u00e4nden \u00fcber sich trug. Die Wege an der Donau waren sch\u00f6n, sind aber keine Rennstrecken. Der Belag bestand in der Regel aus wei\u00dfem Kalkstein-Kies. An der Donau sind bis nach Ingolstadt keine Wege durchg\u00e4ngig zu fahren, sei es, weil es die Auenlandschaft mit den verzweigten Donauarmen es nicht zul\u00e4sst, sei es, weil gr\u00f6\u00dfere Umwege zu nehmen w\u00e4ren, die ich mir sparen wollte.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber G\u00fcnzburg, vorbei am Atomkraftwerk Grundremmingen, Gundelfingen und Dillingen erreichte ich am Mittag H\u00f6chst\u00e4dt, wo ich bei der B\u00e4ckereikette Ihl einkehrte, um mein Handy zu laden und Erdbeerkuchen zu essen. Das mit dem Kuchen in der Radlerpause habe ich von Kollege Jens. Die Kohlehydrate stehen f\u00fcr die weitere Radtour dann schnell zur Verf\u00fcgung. Wirkt. &#8211; Zwischendurch war es etwas k\u00fchl geworden, aber die Wolken hatten sich zum Gl\u00fcck wieder verzogen. Leider gab die Steckdose nicht genug Strom her, jedenfalls dauerte es gef\u00fchlt eine Ewigkeit, bis ich mal 70 Prozent geladen hatte. <\/p>\n\n\n\n<p>In Donauw\u00f6rth haben sie Hubschrauber im Kreisverkehr. Grund: Hier ist Airbus Helicopters angesiedelt. Ich hatte mich schon gewundert, warum es in der Gegend st\u00e4ndig gr\u00f6\u00dfere Flugh\u00e4fen gibt. Strau\u00df hat mit seiner Industriepolitik Bayern bis heute nachhaltig gepr\u00e4gt. Gro\u00dfindustrie plus Konservatismus. &#8211; Und so f\u00e4hrt man durch idyllische St\u00e4dtchen und D\u00f6rfer, in denen es nach Mist stinkt, w\u00e4hrend sich Airbus-Helicopter und Bundeswehr-Kampfbomber am Himmel abwechseln. Airbus Helicopters wirkt beeindruckend modern und gro\u00df. Das T\u00fcrschild verr\u00e4t, dass auch die Bundeswehr in der Firma ihren Platz hat. Sehr praktisch. Man nennt es den milit\u00e4risch-industriellen Komplex. <\/p>\n\n\n\n<p>Nach Neuburg f\u00fchrten die gut asphaltierten Wege \u00fcber ein paar steilere Anstiege. Am Ortseingang gab es einen sch\u00f6nen Blick auf das Schloss. Ich wollte ein Foto machen, was auch klappte. Aber Komoot machte wegen des niedrigen Akkustandes schluss und ich musste die Tagesetappe vorzeitig speichern. Am Schloss gab es eine kleine Pizzeria mit Steckdose, sodass ich f\u00fcr das letzte St\u00fcck das Handy nochmal laden konnte. Ich trank eine Apfelsinenbrause und fuhr die letzten 20 Kilometer in der untergehenden Sonne nach Ingolstadt. Mein linkes Bein zwickt etwas. F\u00fchlt sich an wie eine Mischung aus Krampf und blauer Fleck. Das Abendessen: 1,25 alte Br\u00f6tchen, 120 Gramm Schwarzw\u00e4lder Landj\u00e4ger (gut f\u00fcr die Elektrolyte) und eine Cola (gut f\u00fcr den Zuckerhaushalt).<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.komoot.de\/tour\/88073505\/embed?profile=1\" width=\"100%\" height=\"580\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.komoot.de\/tour\/88213615\/embed?profile=1\" width=\"100%\" height=\"580\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>137 Kilometer :: 6:50 Stunden :: 1.170 H\u00f6henmeter Mit den beiden gro\u00dfen Gep\u00e4cktaschen f\u00fchre ich 10,2 Kilo Gep\u00e4ck mit. Es kommen noch zwei kleine Plastikwasserflaschen dazu. Also plus ein Kilo. 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