{"id":1731,"date":"2020-06-14T22:12:35","date_gmt":"2020-06-14T20:12:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/?p=1731"},"modified":"2020-06-14T22:12:35","modified_gmt":"2020-06-14T20:12:35","slug":"2-etappe-neu-ulm-neuburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/archives\/1731","title":{"rendered":"2. Etappe: Neu-Ulm-Neuburg"},"content":{"rendered":"\n<p>Der zweite Tag der Donauradtour war etwas m\u00fchsam. Bis Donauw\u00f6rth bin ich ganz gut vorangekommen &#8211; bei hochsommerlichen Temperaturen. Dann hatte ich einen Platten. Dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Da im Hotel kein Fr\u00fchst\u00fcck angeboten wurde, kehrte ich beim B\u00e4cker am Marktplatz ein. Der Mohnzopf wurde zu meinem Hauptantriebsmittel f\u00fcr die Tagesstrecke. In der Mittagspause war noch genug \u00fcbrig. Gegen 10 Uhr startete ich und holte in einer Fahrradreparaturwerkstatt noch einen Ersatzschlauch. <\/p>\n\n\n\n<p>Bedingt durch das Wochenende waren viele Radtourer an der Donau unterwegs. Irgendwie hatte ich den Anschluss nach Thalfingen verpasst. \u00dcberhaupt ist der Donau-Radweg streckenweise nur d\u00fcrftig beschildert. An einer Br\u00fccke bei G\u00fcnzburg gab es ein handgemachtes Schild f\u00fcr eine scharfe Rechtsbiegung. Wahrscheinlich, weil im n\u00e4chsten Ort immer lauter verwirrte Radler umhergeisterten. Man kann sich aber insgesamt schon an den n\u00e4chsten Orten orientieren, die, unabh\u00e4ngig vom Donau-Radweg, immer ganz gut beschildert sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor Lauingen war ich bei der Unterquerung einer Br\u00fccke gest\u00fcrzt. Die Wegbiegung nach links war zu eng f\u00fcr die Geschwindigkeit, die ich hatte. Mein Vorderrad hatte zudem zu wenig Luft, sodass ich erst ins Schwimmen geriet und das Rad dann blockierte. Wenn der Weg steil hinauf geht, wird das Vorderrad sowieso st\u00e4rker belastet. Eine Wasserflasche war ins Geb\u00fcsch geschleudert worden und am linken Oberschenkel gab&#8217;s eine kleine L\u00e4sion. Sonst war nichts passiert. Zum Gl\u00fcck war auch sonst kein Verkehr. Ich pumpte das Rad wieder auf und fuhr weiter Richtung Mittagspause in Dilligen, das ich gegen 13 Uhr erreichte. <\/p>\n\n\n\n<p>Nach Donauw\u00f6rth konnte ich ganz gut durchziehen. Hier waren mehr asphaltierte Wege zu fahren, auch gr\u00f6\u00dfere Abschnitte auf kleinen, wenig befahrenen Landstra\u00dfen. In der hei\u00dfen Nachmittagssonne musste ich \u00f6fters zur Trinkflasche greifen. In Donauw\u00f6rth kam ich zun\u00e4chst am gro\u00dfen Firmengel\u00e4nde von Airbus Helicopters vorbei, was mir noch vom vergangenen Jahr vertraut war und erreichte dann die deutlich kleinere idyllische Altstadt. Die Schattenpl\u00e4tze waren zumeist schon vergeben. Ich a\u00df ein Eis, um die Energie f\u00fcr den Rest der Tour zu tanken. Hinter Donauw\u00f6rth wurde das Gel\u00e4nde deutlich h\u00fcgeliger und es waren einige fiese Anstiege zu bew\u00e4ltigen. Ich musste wieder Luft aufpumpen, wieder das Vorderrad. <\/p>\n\n\n\n<p>In Bertoldsheim kehrte ich um 18 Uhr im Schlossgasthof ein, um Salz zu mir zu nehmen und zu trinken. Ich war schon wieder ziemlich ausgetrocknet. Wenn Wasser den Durst nicht mehr l\u00f6scht, fehlt Salz. Ich a\u00df eine Br\u00e4tsp\u00e4tzlesuppe, trank viel und machte mich wieder auf den Weg. Kurz vor Neuburg lie\u00df die Luft immer weiter nach, sodass ich entschied, die letzten 27 Kilometer nach Ingolstadt mit dem Zug zu fahren. Burkhard war schon l\u00e4ngst im Altstadthotel, unserem Treffpunkt, angekommen. R\u00fcckblickend w\u00e4re ich wahrscheinlich genauso schnell gewesen, wenn ich den Schlauch gewechselt h\u00e4tte und weitergefahren w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zugtickets waren schnell gekauft (2,75 Euro f\u00fcr BahnComfort nach Ingolstadt Hauptbahnhof und 2,75 Euro Fahrradkurzstrecke Bayern). Der Zug hatte aber Versp\u00e4tung wegen eines Polizeieinsatzes. In Ingolstadt musste ich dann nochmal umsteigen zum Nordbahnhof. Gegen 22 Uhr war ich im Hotel. Da merkte ich, dass meine rechte Hand schmerzte. Beim Sturz hatte ich mich eigentlich links abgest\u00fctzt. Wie wichtig doch so ein Daumen ist: W\u00e4sche auswringen, T\u00fcr aufziehen und Z\u00e4hneputzen waren etwas schwierig. In der Nacht krachten die Gewitter ganz ordentlich. Irgendwann lie\u00df der Schmerz nach.<\/p>\n\n\n\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.komoot.de\/tour\/201965159\/embed?profile=1\" width=\"100%\" height=\"580\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der zweite Tag der Donauradtour war etwas m\u00fchsam. Bis Donauw\u00f6rth bin ich ganz gut vorangekommen &#8211; bei hochsommerlichen Temperaturen. Dann hatte ich einen Platten. Dazu sp\u00e4ter mehr. 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