{"id":1767,"date":"2020-06-17T23:52:48","date_gmt":"2020-06-17T21:52:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/?p=1767"},"modified":"2020-06-17T23:55:20","modified_gmt":"2020-06-17T21:55:20","slug":"6-etappe-prag-decin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/archives\/1767","title":{"rendered":"6. Etappe: Prag &#8211; D\u011b\u010d\u00edn"},"content":{"rendered":"\n<p>Mittwoch, 17. Juni. Bis nach D\u011b\u010d\u00edn waren es heute 137 Kilometer. Unterwegs  hatte sich das Smartphone abgeschaltet, weil der Akku alle war. Komoot hat wie wild nach der Strecke gesucht und mehr Strom verbraucht als sonst. Um nicht aus dem Rhythmus zu kommen, hab ich das Mobile bis zum n\u00e4chsten Stopp ausgelassen, sodass Komoot nicht alles tracken konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Fr\u00fchst\u00fcck waren wir heute die einzigen. Wir sa\u00dfen im geschlossenen Innenhof des Hotels in einem \u00fcberdachten Wintergarten. Pl\u00f6tzlich tr\u00f6pfelte Regen auf&#8217;s Dach. Das war aber auch das einzige Wasser, das wir heute von oben sahen. Zun\u00e4chst begann der Tag bedeckt, die Sonne kam aber immer mehr zur Geltung, sodass wir die letzten Abschnitte nach Usti und D\u011b\u010d\u00edn ordentlich ins Schwitzen kamen.<\/p>\n\n\n\n<p>In Prag hatten wir nach dem Start um halbneun viel Zeit verloren, um aus der Stadt hinaus zu finden. N\u00fcscht beschildert. F\u00fcr die Fahrradrouten gibt es ansonsten kleine, gelbe rechteckige Schilder, die die Nummer des Radwegs und den n\u00e4chsten gr\u00f6\u00dferen Ort verraten. In Prag verlie\u00dfen uns aber diese Helferlein und auch die Wegweiser f\u00fcr die Autos halfen nicht. In Troja funktionierte mein Navi wieder, sodass wir schnell auf passable Radwege an der Moldau fanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Rez \u00fcberquerten wir die Moldau und mussten uns aus dem Tal auf ein Hochplateau arbeiten. Ein Traktor scheuchte uns den Berg hinauf und bog dann gl\u00fccklicherweise auf ein Feld ab. Das Plateau lie\u00df sich energiesparend fahren, es flachte zur Moldau hin gleichm\u00e4\u00dfig ab. Wir sparten uns dadurch eine Flussschleife und k\u00fcrzten die Strecke ab. In Nov\u00e1 Ves u Nelahozevsi wiederholen wir die Strategie der Abk\u00fcrzung, verpassten aber auch den Zusammenfluss von Moldau und Labe (Elbe) in Melnik. Halbeins kehrten wir in Roudnice zum Mittagessen ein. Wir g\u00f6nnten uns nur eine Stunde Pause, was auch reichte. <\/p>\n\n\n\n<p>Bis nach Usti nad Labem kletterten wir noch einen Berg hinauf, der kein Ende zu nehmen schien. Hinter jeder Kurve ging es nur noch steiler nach oben. Ein Schild verriet 12 Prozent Steigung, wobei sich das nicht so gleichm\u00e4\u00dfig verteilte. Mit den Bergen hatten wir ja inzwischen Erfahrungen gesammelt und waren gut motiviert hinaufgekommen. Halbf\u00fcnf erreichten wir Usti und legten eine Verpflegungspause ein: Cola, Sprite und Kuchen mit Waldbeeren. Auch die vom Fr\u00fchst\u00fcck noch als Proviant mitgef\u00fchrten Bananen waren schnell aufgefuttert. Auf dem Weg \u00fcber die Labe-Br\u00fccke sprang mir die Kette vom vorderen kleinen Ritzel. Ich f\u00e4delte sie mit dem Mantelheber wieder ein. Der Sound der Kette hatte sich von Quietschen (nach dem Regen an der Donau) nach der gestrigen \u00d6lung heute zu einem fetten Schmatzen ver\u00e4ndert. Sie hat viel Dreck von der Stra\u00dfe aufgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend in Tschechien bis jetzt gute Radwege Mangelware waren, wurden wir ab Usti f\u00fcr die letzte Tagesetappe mit einer glatt asphaltierten Rennstrecke entlang des Flusses belohnt. In D\u011b\u010d\u00edn, unserem Zielort f\u00fcr heute, kehrten wir gegen halbsieben im Kronenhotel ein. Es ist auf Radtourer eingestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcbrigens sind wir in den vergangenen beiden Tagen kaum Radfahrern begegnet, die wie wir mit Gep\u00e4ck \u00fcber&#8217;s Land ziehen. W\u00e4hrend die Tschechen oft mit modernen Rennr\u00e4dern oder \u00e4hnlichen Radsportmitteln und Funktionskleidung unterwegs sind, gibt es jedoch kaum Fernreisende. Das wird sich in den Ferien sicher noch \u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p>Fotografiert habe ich heute nur einen Bunker an der Elbe vor D\u011b\u010d\u00edn. Wir sind die Tagestour ziemlich durchgezogen und ich fotografiere nicht mehr beim Fahren. Ich hasse es ja auch, wenn sich der Bildschirm abschaltet beim Navigieren und man die sechsstellige PIN eingegeben muss, um wieder etwas zu sehen. Komoot l\u00e4uft halt nicht rund. Hatte ich ja schon gesagt. Mit Burkhards Stra\u00dfenkarte verlieren wir das Ziel nicht aus den Augen.<\/p>\n\n\n\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.komoot.de\/tour\/203818894\/embed?profile=1\" width=\"100%\" height=\"580\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittwoch, 17. Juni. Bis nach D\u011b\u010d\u00edn waren es heute 137 Kilometer. Unterwegs hatte sich das Smartphone abgeschaltet, weil der Akku alle war. Komoot hat wie wild nach der Strecke gesucht und mehr Strom verbraucht als sonst. 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