{"id":1822,"date":"2020-08-22T23:05:16","date_gmt":"2020-08-22T21:05:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/?p=1822"},"modified":"2020-08-22T23:05:16","modified_gmt":"2020-08-22T21:05:16","slug":"sr20-4-gorgier-genf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/archives\/1822","title":{"rendered":"SR20-4 Gorgier-Genf"},"content":{"rendered":"\n<p>Ich finde das Schweizer Franz\u00f6sisch sympathisch. Statt quatre-vingt-dix (vier mal zwanzig plus zehn) sagt man hier einfach nonante (neuzig). Das leuchtet mir unmittelbar ein und h\u00e4tte mir in der Schule einiges an Kopfzerbrechen erspart.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute lief das Rad viel leichter als gestern, obwohl ich mehr H\u00f6henmeter zu fahren hatte. Es war deutlich k\u00fchler, bis 27 Grad, und es ging kaum Wind. Die Stra\u00dfen waren wie leergefegt: Wochenende. In Gorgier gaben die Alph\u00f6rner ein Morgenkonzert. Auf den ersten Kilometern gab es eine kleine Regenschauer, sonst hielt sich das Wetter gut. Am Nachmittag kam die Sonne immer st\u00e4rker zum Vorschein. Zwischen dem Neuenburger See und dem Genfersee (Lac L\u00e9man, wie man hier sagt) lag die Klettertour, praktisch noch in der k\u00fchleren Tagesh\u00e4lfte. Die Abfahrt in den Gro\u00dfraum Lausanne war rasant. Die Stra\u00dfen lie\u00dfen das schnelle Fahren zu. Das hat mir bei den ersten Tagen oft gefehlt. Entweder lie\u00dfen es die Wege nicht zu, die Kurven waren zu eng oder der Belag zu schlecht. Oder es gab Bremser, an denen ich nicht vorbei konnte. Heute konnte ich also die am Berg gespeicherte Energie mal voll wieder ausfahren und war recht bald am Genfersee. Ich besorgte bei Aldi Suisse Proviant (den Pferdeschinken lie\u00df ich aus, obwohl ich schon neugierig war) und rastete in Morges am Hafen auf einer schattigen Bank. Neben mir hatten es sich zwei Senioren ebenfalls mit Klappst\u00fchlen und Wei\u00dfwein aus der K\u00fchlbox gut gehen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Genf war viel Stra\u00dfe zu fahren. Allerdings habe ich die Schweiz bisher sehr radfreundlich erlebt. Man hat auch entlang gro\u00dfer Stra\u00dfen immer eine gelb markierte Fahrradspur. So auch in den St\u00e4dten und Ortschaften, wenn es nicht zu eng wird. Kurz vor Genf hielt ich an einer Bucht, um den Blick auf den See aufzusaugen. Ich lief eine Hafenmauer hinaus in den See, konnte aber Genf, das rechterhand lag, trotzdem nicht sehen. Jugendliche grillten W\u00fcrstchen, sprangen abwechselnd ins Wasser und h\u00f6rten Musik, bei der es mehr auf Lautst\u00e4rke und Rhythmus ankam. Zum Gl\u00fcck keine Schlager.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Tag war gepr\u00e4gt durch immer wieder wechselnde Ausblicke auf die Seen und Berge auf der anderen Seite. War der Neuenburger See gestern noch t\u00fcrkis, so zeigte er sich heute morgen im dunklen blau-grau bei wolkenverhangenem Himmel. Der Genfersee war eher blau-gr\u00fcn. Ich war recht fr\u00fch im Hotel, 19 Uhr. Ich spazierte 200 Meter die Rue des Alpes vom Hotel zum See hinunter, um das Abendlicht mit der Genfer Stadtkulisse auf mich wirken zu lassen. Das Beau Rivage war festlich erleuchtet. In meinem Zimmer gibt es aber keine Badewanne. Es kann also nichts passieren. &#8211; Ich besorgte im Sp\u00e4tverkauf am Eck noch Elektrolyte, da mein Durst seit gestern nicht verschwunden ist, obwohl ich an jedem Brunnen ordentlich trank. Ein Indiz daf\u00fcr, dass mir immer noch Salz fehlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Fazit: 109 Kilometer, 800 H\u00f6henmeter. Eine entspannte, wenig anspruchsvolle Etappe mit fast ganzt\u00e4gigem Seeblick.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich finde das Schweizer Franz\u00f6sisch sympathisch. 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