{"id":1824,"date":"2020-08-23T23:00:13","date_gmt":"2020-08-23T21:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/?p=1824"},"modified":"2020-08-23T23:01:08","modified_gmt":"2020-08-23T21:01:08","slug":"sr20-5-genf-chambery","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/archives\/1824","title":{"rendered":"SR20-5 Genf-Chamb\u00e9ry"},"content":{"rendered":"\n<p>Sonntags f\u00e4hrt es sich in der Regel immer sehr gut, zumindest ist am Vormittag kaum Verkehr auf den Stra\u00dfen. So auch heute. Der Tag begann k\u00fchl bei 21 Grad, ich hatte es nicht eilig. Nach Chamb\u00e9ry, der Tagesetappe, sind es knapp unter 100 Kilometer. Da hinter Chamb\u00e9ry die Infrastruktur erst einmal recht d\u00fcnn aussieht habe ich beschlossen, fr\u00fcher Station zu machen. Ich tr\u00f6delte deshalb auch etwas und hielt oft wegen der sch\u00f6nen Landschaft an und machte Fotos.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Grenze zwischen der Schweiz und Frankreich war v\u00f6llig unscheinbar. Im Vorbeifahren sah ich rechts einen aufgeklappten Schlagbaum. Das war es auf dieser Nebenstra\u00dfe zwischen Soral und Viry. Fortan bewegte ich mich in Savoyen. Zu dieser Alpen-Landschaft geh\u00f6rt auch der Mont Blanc. Auf meiner Route hatte ich zwar auch ganz ordentlich zu klettern, aber alles moderat. Ich traf bei Seyssel wieder auf die Rh\u00f4ne, deren Ausfluss aus dem Genfersee mir noch vor Augen war. Im Ort gab es am Rathaus einen Platz mit Kriegerdenkmal (1. Weltkrieg), eine Wasserstelle und Schatten von alten Ahornb\u00e4umen. Ich beschloss eine Mittagspause einzulegen und Proviantreste zu essen. Ich traf auf zwei deutsche Fernradtourer, die ich unterwegs \u00fcberholt hatte. Sie waren muffelig und gr\u00fc\u00dften auch dieses Mal nicht. An den Seen in der Schweiz waren hin und wieder Radler zu sehen, die mit Gep\u00e4ck wie ich offensichtlich weitere Strecken fuhren. Das Stra\u00dfenbild war aber vor allem durch Sportlerinnen und Sportler gepr\u00e4gt, die am Ort oder in der Region unterwegs waren &#8211; auff\u00e4llig viele Frauen. Heute kamen noch die Sonntagsfahrer dazu. <\/p>\n\n\n\n<p>Bis zum Lac du Bourget hatte ich in der prallen Sonne in recht h\u00fcgeligem Gel\u00e4nde noch gut zu schwitzen. Hier und da sah man in den G\u00e4rten Palmen und sogar Bananenstauden und gro\u00dfe Kakteen. Eigentlich ist das Departement Haute-Savoie Wintersportgebiet. Aber offensichtlich halten sich auch mediterrane Gew\u00e4chse. &#8211; Sch\u00f6ne Vorboten auf die Provence. Am Lac folgte ich \u00fcber weite Strecken der Uferstra\u00dfe auf der linken Seeseite nach S\u00fcden. Das Wasser war in Ufern\u00e4he sehr flach und schimmerte gr\u00fcn. Einige Leute badeten. Links ragten Kalkfelsen schroff auf, sodass die Bahnlinie neben der Stra\u00dfe teilweise durch Tunnels gef\u00fchrt wird. Auf der gegen\u00fcberliegenden Seeseite ragt ebenfalls ein Berg steil auf, eine toll Alpenkulisse. Dahinter flie\u00dft die Rh\u00f4ne, von der ich mich wieder entfernte.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiter unten am Lac du Bourget kamen einige Badeorte, die stark frequentiert waren. Am Sonntag haben viele die freie Zeit genutzt und sind ins Wasser gesprungen. Chamb\u00e9ry liegt einige Kilometer s\u00fcdlich vom See. Ein komfortabler Radweg f\u00fchrte mich in die 60.000 Einwohner z\u00e4hlende Stadt, die auch Verwaltungssitz von Savoyen ist. F\u00fcr 47 Euro habe ich ein Zimmer im Hotel Santal bekommen, direkt in der Altstadt. <\/p>\n\n\n\n<p>Vor der Dusche habe ich noch den Schlauch von meinem Vorderrad gewechselt. Ich musste heute zweimal Luft aufpumpen. Das ist der Schlauch, den Burkhard in Ingolstadt geflickt hat. Er lie\u00df offenbar wieder nach. F\u00fcr morgen will ich ger\u00fcstet sein, denn nach Valence sind es \u00fcber 130 Kilometer. Und Berge hat&#8217;s auch genug. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich schaute mir die Stadt noch etwas an und verlor eine meiner Masken. In der Altstadt ist Maskenpflicht. Ich holte dann im Hotel Ersatz und wollte etwas im Lokal um die Ecke essen. Da ignorierten sie mich aber. Mit meinen Fahrradklamotten sehe ich wohl nicht aus wie ein Gast. Am Pizzawagen hatten gerade ein Dutzend Jugendliche bestellt, sodass die Dame am Schalter meinte, dass es anderthalb Stunden dauere. Ich zischte nur eine Cola und ging zu einem lokalen Burger, bei dem die Schlange nachgelassen hatte. Ich lie\u00df mir alles einpacken, um im Zimmer das Finale zu schauen. Da die Bayern die Champions League gewonnen haben, wird es drau\u00dfen heute erfreulich ruhig bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Fazit: 98 Kilometer, 980 H\u00f6henmeter, herrliche Savoyer Alpenlandschaft mit fantastischer Kulisse am Lac du Bourget. Ich bin jetzt schon s\u00fcdlicher als Lyon. Morgen will ich Valence erreichen, das n\u00f6rdliche Tor zur Provence. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonntags f\u00e4hrt es sich in der Regel immer sehr gut, zumindest ist am Vormittag kaum Verkehr auf den Stra\u00dfen. So auch heute. Der Tag begann k\u00fchl bei 21 Grad, ich hatte es nicht eilig. 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