{"id":934,"date":"2018-08-20T22:29:11","date_gmt":"2018-08-20T20:29:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/?p=934"},"modified":"2018-08-27T22:15:12","modified_gmt":"2018-08-27T20:15:12","slug":"tag-2-legnitz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/archives\/934","title":{"rendered":"Tag 2: G\u00f6rlitz-Legnitz"},"content":{"rendered":"<p>Statistik:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><br \/>\n106 km gefahren<br \/>\n15,8 km\/h<br \/>\n5,5 Liter Wasser und 0,5 Liter Saft getrunken (es ist hei\u00df)<\/p>\n<figure id=\"attachment_946\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_946\" class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 650px\"><a href=\"http:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/16558f50000.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-946 size-large\" src=\"http:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/16558f50000-1024x578.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"361\" srcset=\"https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/16558f50000-1024x578.jpg 1024w, https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/16558f50000-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/16558f50000-768x433.jpg 768w, https:\/\/www.stefan-droessler.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/16558f50000.jpg 1496w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><figcaption id=\"figcaption_attachment_946\" class=\"wp-caption-text\">Wo ist der Weg nochmal? Leicht rechts von der Mitte ist mein Rad vage zu erkennen.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Bei bestem Sommerwetter breche ich in G\u00f6rlitz auf. Der erste Geldautomat auf polnischer Seite ist kaputt, in einem St\u00e4dtchen unterwegs klappt die Bargeldversorgung aber bestens. Auf mich wartet eine Stecke der Extreme: Es gibt \u00fcber weite Strecken sowohl ganz geschmeidige Radwege der G\u00fcteklasse 1, als auch zugewucherte Waldwege, die im Meliorationsgraben enden, einen steilen Aufstieg, der nur mit M\u00fche noch zu schieben war. Gleich das erste Teilst\u00fcck erweist sich als sehr schwierig: die Route verl\u00e4uft parallel zur Autobahn auf sandigen Baustellenpisten mit Schlagl\u00f6chern und scharfkantigem Split. Ich bange um meinen Hinterreifen, der einige J\u00e4hrchen und Touren auf dem Buckel hat. Aber es geht alles gut. Auf einer asphaltierten Strecke macht es pl\u00f6tzlich bei Kilometer 12 \u201ePing\u201c. Ein metallisches Ger\u00e4usch und Geklimper auf der Stra\u00dfe. Da sehe ich das Malheur: Die Handyhalterung hat schlapp gemacht und das ganze Ensemble h\u00e4ngt herunter, bleibt aber noch am Lenker. Ich finde die Schraube schnell wieder und behalte von da an die Befestigung besser im Blick. Bei dem Geruckel und Geschickere kann sich schon mal was l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Nach Kilometer 58 ist das Wasser alle, d. h. ich war mit einem Liter bewusst nicht so \u00fcppig ausgestattet, um Gewicht zu sparen. An einem Geh\u00f6ft frage ich. Eine junge Polin, um die zwei Kinder umherhummeln, l\u00e4sst mich meine Flaschen f\u00fcllen und gibt mir noch eine Flasche Mineralwasser mit Gas mit. Die Polin spricht Deutsch und meint auf Nachfrage, sie lebe in D\u00fcsseldorf und besuche gerade die Gro\u00dfeltern. Hier sei die Landschaft nicht so verbaut. &#8211; Das genie\u00dfe ich auch.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0Als ich mich wieder auf das Rad schwinge merke ich, dass mein Po am Arsch ist. Das war zu erwarten. Nach ein paar hundert Metern sitzt sich alles wieder ein.<\/span><\/p>\n<p>Bei Kilometer 76 ist eine l\u00e4ngere Pause und Essen f\u00e4llig. Nach einem Baguettebr\u00f6tchen und zwei salzigen Chili-W\u00fcrstchen geht es mir besser. Bei dem Wetter schwitzt man viel Salz aus, das nat\u00fcrlich ersetzt werden muss. Ich lege mich eine halbe Stunde auf eine Wiese und habe schlie\u00dflich wieder neue Kr\u00e4fte. Die sind auch n\u00f6tig. Die h\u00fcgelige Landschaft h\u00e4lt einige steile Wege bereit. Die Berge sind nicht hoch, aber an einem Waldweg ist ganz Schluss. Etwa 18 Kilo Rad und gesch\u00e4tzt 12 Kilo Gep\u00e4ck zerren an mir. Dieser Weg ist auch f\u00fcr\u2019s Schieben nicht geeignet. Nach ein paar Atempausen geht es weiter. Legnica (Legnitz) ist schlie\u00dflich 19:20 Uhr erreicht. Die junge Frau am Empfang im Hotelik Parkowy ist weder des Deutschen noch des Englischen m\u00e4chtig, aber daf\u00fcr hat sie noch zwei Kollegen oder Freunde, die bei der Englisch-\u00dcbersetzung helfen.<\/p>\n<p><span class=\"Apple-converted-space\">Der Abendspaziergang in der Stadt herrscht eine entspannte Atmosph\u00e4re. Die Leute sitzen noch in sch\u00f6n eingerichteten Lokalen. Der Sp\u00e4tverkauf gegen\u00fcber vom Hotel hat noch Mineralwasser und Saft. Eine Kasse ist kaputt und meine Kehle trocken. Nach etwas Diskussion in Sachen Kassenreparatur geht es an der zweiten Kasse endlich weiter. 250 Milliliter kalter Himbersaft und 250 Milliliter kalter Pfirsichsaft \u00a0Nach sch\u00f6nem salzigen Bioleberwurstbr\u00f6tchenh\u00e4lften und reichlich Wasser.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Heute geht es fr\u00fch ins Bett. Morgen stehen 35 Kilometer mehr an. Da will ich fr\u00fcher aufbrechen. &#8211; Noch ein Detail aus dem Bad: Auch hier ist wieder nix mit Wasserflasche auff\u00fcllen. Der Platz unter dem Wasserhahn ist zu gering. Der Umweg \u00fcber eine Plastikdose tut es dann aber auch.<\/p>\n<p>Und wie ist das nochmal mit dem Muskelkater? Ich versuche es mit Dehn\u00fcbungen. Die f\u00fchlen sich gut an und man bleibt beweglich. Mal schauen, was die Muskeln morgen sagen. Gute Nacht!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Statistik:\u00a0 106 km gefahren 15,8 km\/h 5,5 Liter Wasser und 0,5 Liter Saft getrunken (es ist hei\u00df) Bei bestem Sommerwetter breche ich in G\u00f6rlitz auf. 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