Unsere gemeinsame Tour endet hier in Dijon. Burkhard fährt mit dem Zug nach Hause, ich habe noch bis Montag Zeit und kann mit dem Rad nach Hause fahren.
Heute gab es unterschiedliche Vorstellungen von der Route. Ich hatte mit Komoot geplant und eine Kletterstrecke dabei. Burkhard hatte mit den Radkarten den Weg am Canal de Bourgogne vor Augen. Ich hatte das gestern Abend nicht weiter verfolgt, weil ich dachte, dass Komoot auch am Canal rauskommt. Man muss immer aufpassen, ob man Rennrad, Gravelbike oder schlicht Fahrrad eingestellt hat. Ich plane für gewöhnlich „Fahrrad“ und habe dann weniger Straße, weniger Berge und mehr Radweg in der Route. Gravel macht nur Sinn, wenn man schlechte Wege mag.






Bis Dijon fuhren wir fast durch, hatten aber 10 Kilometer vor dem Ziel doch noch einen Supermarkt auf dem Weg für die Mittagsrast. Der Kanal hatte Niedrigwasser, vielleicht war er deshalb nicht befahren. Ein paar Fischreier versuchten ihr Glück, eine Ente gründelte im Trüben.
Dijon war auf 35 Grad aufgeheizt. Wir ruhten erst im Hotel und schauten Tour de France, die Sprintetappe nach Bordeaux. Nach Besichtigung der Hauptkirche Notre-Dame und Flanieren an den Markthallen kehrten wir an der Place François Rude ein und bestellten Bœuf Bourgignon und alkoholfreies amerikanisches Pale Ale aus Tschechien.
Zeit für eine Bilanz. Auf meine Liste der überflüssigen Dinge gehören: ein Baumwoll-T-Shirt, ein Merino-T-Shirt, ein drittes Paar Funktionssocken, ein langes Trikot und der Rasierapparat. Die Regensachen, Ersatzschlauch und Werkzeug bleiben für den Fall der Fälle. Für die nächste Tour muss ich rechtzeitig Wunderpulver bestellen, wie Jens sagt, also Elektrolyte, damit das Wasser isotonisch wird. Man verbraucht ja bei der Hitze viel Wasser und schwitzt die Salze mit aus.
Am Abend gab es auf der Place Darcy Musik, die Leute tanzten. Wir besorgten uns Bier und zogen uns ins Hotel zurück und schlossen unsere Reisekasse ab.

















