Etappe 9: Ronchamp-Bad Krozingen

Heute war ich mit schweren Beinen und Gegenwind unterwegs. Am Nachmittag beschloss ich, nicht nach Freiburg zu fahren und nördlich von Mühlhausen in den Vogesen noch zwei Anstiege mitzunehmen. Ich blieb im Tal. Der Wind hatte mich mürbe gemacht. Ich stornierte meine Übernachtung und stieg in Bad Krozingen in den Zug nach Hause. Bad Krozingen, um den Kreis zu schließen. Am Samstag vor einer Woche waren wir in der schönen Kurstadt gestartet.

Am Vormittag besichtigte ich noch die von Le Corbusier entworfene Kapelle Notre-Dame-du-Haut. Der Weg führt am ehemaligen Steinkohleschacht Sainte Marie vorbei auf den im Zweiten Weltkrieg umkämpften 474 Meter hohen Hügel Bourlémont. Der Eintritt kostete 9 Euro. Am Empfang erklärte man mir, dass um 11 Uhr ein Gottesdienst beginnt, man aber trotzdem reingehen dürfe, wenn man sich zurückhaltend verhielte.

Nach 1.072 Kilometern Radtour muss ich eine Regenerationspause einlegen. Die Beine sind müde. Überblick über die Tour-Etappen:

Mühlacker-Karlsruhe: 42 km

Bad Krozingen-Rang: 130 km

Rang-Dole: 122 km

Dole-Chalon: 111 km

Chalon-Paray: 110 km

Paray-Corbingny: 126 km

Corbigny-Semur: 84 km

Semur-Dijon: 73 km

Dijon-Ronchamp: 161 km

Ronchamp-Bad Krozingen: 113 km

Chapelle Notre-Dame-du-Haut, Ronchamp: Blick vom Aussichtspunkt

Weg vom Besucherzentrum zur Kapelle

Sonntagstraining in Giromagny…

und in Burnhaupt-le-Haut

Ich bin ja ein großer Fan von öffentlichen Brunnen, wie hier in Mühlhausen. Bei dem heißen Gegenwind trocknet man schnell aus, die zwei Wasserflaschen am Rad sind schnell leer.

Die Pflaumen im Rheintal scheinen schon reif zu sein.

Noch schnell Reiseproviant in Bad Krozingen besorgt für viereinhalb Stunden Zugfahrt nach Hause.

Veröffentlicht in Burgund 2026 | Hinterlassen Sie einen Kommentar

Etappe 8: Dijon-Ronchamp

Am Nachmittag lebte der Ostwind wieder auf . Er trocknete mich recht schnell aus. Bei 35 Grad im Schatten hatte ich heute hohen Wasserbedarf. In Vesoul hielt ich Mittagspause und verschlang ein ganzes Baguette. Da waren schon über 100 Kilometer gefahren. Im Rathaus wurde geheiratet, eine schräg gekleidete Gruppe Frauen auf Junggesellinenabschied wollte mir mit Nuckeln geschmückte Kondome andrehen. Ich behauptete, dass ich leider nichts annehmen könne, da ich ja mit dem Rad unterwegs sei. Sie ließen von mir ab.

Kondom-Verteilerinnen in Vesoul
Vesoul
Ich fuhr zwischen Vesoul und Lure auf der „Straße des Todes“

Auf dem letzten Wegabschnitt nach Ronchamps verhedderte ich mich in den Wäldern. Eine Brücke war gesperrt, ich musste einen Umweg fahren. Mein Wasser war wieder alle. Da tauchte am Wegesrand eine Tränke mit fließendem frischen Wasser auf. Ich grüßte den Nachbarn, der mich sah und fragte nach Wasser. Er meinte, die Tränke sei schon trinkbar, auch wenn etwas anderes beschildert sei. Herrlich, frisches kaltes Wasser aus den Bergen!

Der restliche Weg zu meiner Herberge war beschwerlich, bergauf, bergab und über buckeligen Belag zu fahren. Ich hatte keine Lust mehr und war froh, unweit der berühmten Kapelle von Le Corbusier einkehren zu können.

Die Landschaft ist grüner und die Kühe bunter als in der Bourgogne, ich habe genauso viel Durst
Hier mit O-Ton
Die Tour ist überall
Ich habe wieder rumgetrödelt und zu viel fotografiert
Den Weg wollte mir Komoot anbieten
Gesperrte Brücke über eine Bahnlinie
Es waren Gewitterwolken aufgezogen, lokal begrenzt gab es Regen
Wasser!
Morgen schaue ich mir die Kapelle an. Sie öffnet erst um 10 Uhr, Frühstück gibt es aber auch erst ab 8 Uhr
Mein Abendessen, immer die erste Auswahl, Käse als Dessert, statt Wein alkoholfreies Bier
Veröffentlicht in Burgund 2026, Sonstiges | Hinterlassen Sie einen Kommentar