Die Burgund-Radtour begann mit Zugverspätungen und Signalstörungen. Treffpunkt ist Bad Krozingen, morgen soll es losgehen. Nach zweieinhalb Stunden erreichte ich Stuttgart, eine Stecke, die mit dem Rad von Tübingen durch den Schönbuch schneller geht, mit dem Auto etwa 40 Minuten. Ich könnte ja entspannt sein, weil Urlaub, aber das Hotel ist gebucht und mit Burkhard gibt es einiges zu besprechen.
Der Anschlusszug nach Karlsruhe war verspätet, der nächste fuhr nur bis Mühlacker. „Personen im Gleis.“ Streckensperrung. Auf dem Weg aus dem Bahnhof sprach mich ein gut gekleideter Mann von hinten an. „Du kanschd ja mit dem Rad weiter.“ – Antwort mit leicht Thüringer Akzent: „So isses. Genau so mach ich es.“ Kurz noch die Strecke geplant, Kleidung und Rad feinjustiert, im Hotel und mit Burkhard die Verspäung besprochen, Navi an und los.
Die Fahrt durch die reifen Kornfelder in der Abendsonne und Orte wie Corres und Dürrn genoss ich sehr. Mal wieder auf Tour und nicht mit Handschuhen und Schnupfen.
Karlsruhe: Zug knapp verpasst, wieder warten. Im Fernverkehr war noch ein Stellplatz frei. Nach der Buchung endlich Zeit fürs Abendessen, dann kam die Meldung, dass die Verbindung nicht mehr fahrbar ist. Weniger Wagen und das Rad geht doch nicht mit. Neuer Versuch mit Umstieg in Offenburg, das klappte, aber es wurde spät. Fünf vor zwölf erreichte ich unseren Treffpunkt. Wird fünf vor zwölf das Motto der Tour?









