Kälte, Graupelschauer, Eisregen und die Berge hoch und runter: Die Etappe durch den Thüringer Wald war hart. Wie vor fünf Jahren, als wir zur BiblioCon nach Leipzig gefahren sind.
Gutes Essen im Hotel, Spargel und wortkarge Gespräche. Nach der Pflege der Ausrüstung früh ins Bett. Alle sind platt.
Stopp im Wald um die Regenkleidung anzuziehen.18:30 Uhr am Hotel angekommen, endlich.Paul war früher am Ziel und hat die Ziege abgelichtet.
Wetternachrichten für Crailsheim am Morgen: 7 Grad, gefühlt 1 Grad. Brrrh. – Das Früstück war sehr radfreundlich und vielfältig, sodass der Start in den Tag schon einmal mit guter Stimmung begann. Gegen 9 Uhr brachen wir mit Rückenwind und verhangenem Himmel auf. Wir hatten mit dem Wetter Glück und mussten unsere Regensachen nicht auspacken.
Die autofreien Nebenstraßen ließen sich hervorragend Fahren. Dank Himmelfahrt gab es keinen Berufsverkehr. Immer wieder grüßten wir größere Gruppen von Männern, die mit oder ohne Bollerwagen unterwegs waren: „Servus!“
Kurz nach zwölf die erste Rast im urigen Landgasthof „Die Schmiddn“ in Ostenhofen. Serviert wurde am Amboss. Die zweite Einkehr in Höchstadt bei Kaffee und Kuchen war nötig, um für die restlichen 37 Kilometer noch Körner zu haben.
Nach Bamberg wurden mir die letzten 12 Kilometer lang: Ich war leergefahren, die Nase lief und lief. Doch nun sind wir alle glücklich und froh, bei Sandra und Jens zu übernachten.