Etappe 8: Dijon-Ronchamp

Am Nachmittag lebte der Ostwind wieder auf . Er trocknete mich recht schnell aus. Bei 35 Grad im Schatten hatte ich heute hohen Wasserbedarf. In Vesoul hielt ich Mittagspause und verschlang ein ganzes Baguette. Da waren schon über 100 Kilometer gefahren. Im Rathaus wurde geheiratet, eine schräg gekleidete Gruppe Frauen auf Junggesellinenabschied wollte mir mit Nuckeln geschmückte Kondome andrehen. Ich behauptete, dass ich leider nichts annehmen könne, da ich ja mit dem Rad unterwegs sei. Sie ließen von mir ab.

Kondom-Verteilerinnen in Vesoul
Vesoul
Ich fuhr zwischen Vesoul und Lure auf der „Straße des Todes“

Auf dem letzten Wegabschnitt nach Ronchamps verhedderte ich mich in den Wäldern. Eine Brücke war gesperrt, ich musste einen Umweg fahren. Mein Wasser war wieder alle. Da tauchte am Wegesrand eine Tränke mit fließendem frischen Wasser auf. Ich grüßte den Nachbarn, der mich sah und fragte nach Wasser. Er meinte, die Tränke sei schon trinkbar, auch wenn etwas anderes beschildert sei. Herrlich, frisches kaltes Wasser aus den Bergen!

Der restliche Weg zu meiner Herberge war beschwerlich, bergauf, bergab und über buckeligen Belag zu fahren. Ich hatte keine Lust mehr und war froh, unweit der berühmten Kapelle von Le Corbusier einkehren zu können.

Die Landschaft ist grüner und die Kühe bunter als in der Bourgogne, ich habe genauso viel Durst
Hier mit O-Ton
Die Tour ist überall
Ich habe wieder rumgetrödelt und zu viel fotografiert
Den Weg wollte mir Komoot anbieten
Gesperrte Brücke über eine Bahnlinie
Es waren Gewitterwolken aufgezogen, lokal begrenzt gab es Regen
Wasser!
Morgen schaue ich mir die Kapelle an. Sie öffnet erst um 10 Uhr, Frühstück gibt es aber auch erst ab 8 Uhr
Mein Abendessen, immer die erste Auswahl, Käse als Dessert, statt Wein alkoholfreies Bier
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