SR21-18 Sölden-Fernpass-Reutte

Von Sölden nach Imst brauchte ich gut zwei Stunden. Ich startete bei etwa 13 Grad, der Himmel war bedeckt. Ich brauchte meine Regenjacke als Windstopper, um das Tal hinunter zu fahren. Ich hoffte, dass der Wetterbericht sich bewahrheiten würde und am Mittag die Sonne durchkam. So kam es dann auch. Ich besorgte mir etwas Proviant, zog meine Jacke aus und fuhr nach Nassereith. Dort geht es hinauf zum Fernpass. Ich trocknete meine Wäsche, die von gestern Abend noch etwas klamm war.

Die Passstraße ist teilweise für Radfahrer gesperrt. Der Fernpass gehört zu den am meisten befahrenen Pässen in den Alpen. Ich folgte der Komoot-Routenplanung auf einen Kiesweg, der für Radler und Wanderer ausgeschildert war. Der Weg verengte sich weiter oben zu einem Single-Trail. Ich musste viel schieben. Aber der Weg zum Pass war nicht weit. Er führte am Fernsteinsee und Schloss Fernstein vorbei und kommt an den Raststätten auf Passhöhe heraus. Von da ab fuhr ich wieder ein Stück auf der Fernpassstraße.

Die Abfahrt nach Lermoos war ein Traum: Die Sonne aus Südwest setzte das Bergmassiv der Zugspitze mit den Wolken herrlich in Szene. Ich hielt immer wieder um zu fotografieren. Als ich gegen 18 Uhr in Reutte ankam, war die Sonne hinter den Bergen verschwunden. Es wurde wieder kälter. Ich beschloss einzukehren und morgen über Füssen Richtung Ulm weiterzufahren. Das Wetter soll schlechter werden. Meine Sommerradtour neigt sich dem Ende entgegen.

Aktuelle Fotos gibt es wieder in meiner Cloud: https://cloud.stefan-droessler.com/s/9AMwXX54fbTCYj6

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SR21-17 Rabenstein-Timmelsjoch-Sölden

Der Tag begann bewölkt. Bei 13 Grad brach ich mit meinem langen Trikot und Regenjacke auf. Ich musste zuerst wieder auf die Passstraße, die vielleicht 100 Meter höher lag. Die Regenjacke packte ich schnell wieder ein, ich war an der Kreuzung warm, war aber doch noch etwas schwerfällig unterwegs. So ganz frisch bin ich nicht mehr, seit Bologna ohne Ruhetag unterwegs. Ich traf andere Radfahrer und wir plauderten in den Pausen. Niemand war dabei, der am Radmarathon am Samstag teilnehmen wollte. Mit zwei jungen Männern, die Tourengepäck wie ich dabei hatten, fuhr ich zum Pass hoch. Wir trafen uns auf dem Weg nach oben immer wieder und hatten das gleiche Interesse: Fotos in dieser herrlichen Landschaft machen und Verschnaufpausen einlegen. Sie sind gestern über den Jaufenpass gefahren und wollten bis Sölden kommen. Ziel ist Garmisch, wo das Auto steht.

Am letzten Abschnitt der Südrampe setzte leichter Regen ein. Am vorletzten Tunnel hörte er auf und man konnte im Rückblick sehen, wie der Regen lokal begrenzt wie ein Duschvorhang auf die Passstraße fiel. Dahinter war die schneebedeckte, vergletscherte Texelgruppe zu sehen. Auf dem Pass schien die Sonne und wegen des nur leichten Windes hielten wir es länger aus, machten die obligatorischen Selfies, gingen zum Passkreuz hoch und genossen die grandiose Aussicht. Ich verabschiedete mich von den anderen beiden Radtourern und machte mich auf den Weg ins Tal. Scharfer, kalter Wind kam mir entgegen, während Schafe in aller Ruhe in 2.400 Metern Höhe weideten.

Das Timmelsjoch wird überall mit 2.509 Metern Höhe ausgeschildert. Es sind wahrscheinlich etwas weniger als 2.500 Meter. Auf Wikipedia gibt es zu den verschiedenen Angaben eine Übersicht: https://de.wikipedia.org/wiki/Timmelsjoch. Mir soll es egal sein. Ich bin froh, die mühsame Passage geschafft zu haben mit den vielen Eindrücken der herrlichen Bergwelt.

Ich habe am Timmelsjoch mehr Zeit verbracht als gedacht und bin deshalb heute schon in Sölden eingekehrt. Das Wetter verschlechterte sich am späten Nachmittag, es war kalt und regnete leicht. Im Tal wurde es schon dämmerig. Ich nutzte den Hotel-Pool, um die Muskeln von den Strapazen des Tages zu entspannen. Morgen soll das Wetter wieder besser sein.

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