7. Etappe: Děčín-Riesa

Donnerstag, 18. Juni. Die 119 Kilometer nach Riesa waren heute durch viel Wind aus Nordwest geprägt. Im Tagesverlauf verdüsterte sich der Himmel. Es blieb aber trocken.

Wir hatten länger geschlafen und sind erst gegen 8 Uhr zum Frühstück gegangen. Viertelzehn saßen wir bei Sonnenschein im Sattel und hielten uns bis über die Grenze auf der rechten Seite der Elbe. Steil aufragende Berge und Felsen prägen die Landschaft schon bei Usti, aber natürlich auch in der Sächsischen Schweiz.

Bald hinter der Grenze gerieten wir in ein Seitental und kamen vom Elberadweg ab. Wir beschlossen, das Ganze als Abkürzung zu sehen, um eine Elbschleife weniger zu fahren. Wir mussten ziemlich klettern, was in der Sächsischen Schweiz natürlich nicht verwunderlich ist. In Rathen kamen wir wieder auf die alte Route um bald nach Bad Schandau wegen Sperrung des Elberadwegs wieder in die Berge geschickt zu werden, durch das lange Straßenstädtchen Wehlen. Wir kämpften und die steilen Anstiege hoch, mussten ein kurzes Stück schieben und setzten für den Rest des Tages die Tour ganz brav an der Elbe fort.

Bis Dresden hatten wir schon mit dem Wind zu kämpfen. Am Blauen Wunder war mein Handy-Akku alle. An der Frauenkirche machten wir in einem Lokal bei Pasta Rast, später als sonst. In Meißen waren die Weinberge toll anzuschauen. Der Radweg führte direkt an Winzer-Parzellen vorbei. Der Himmel hatte sich weiter verdüstert, aber es regnete nicht. Etwas vom Wind abgekämpft kamen wir gegen 18 Uhr in Riesa an. Die Hotelsuche klappte nicht auf Anhieb, da einige Etablissements bereits nicht mehr in Betrieb waren. Schließlich quartierten wir uns im Wettiner Hof ein. Die verdiente Regenerationspause. Als Bilder vom Tag bleiben die herrlichen Stadtansichten vom Elbufer aus: besonders Dresden und Meißen. Viel Zeit gekostet haben die Ausflüge in die Berge. Aber wir wollen ja auch ein bisschen Sport machen. Das passt dann schon. Und: Schön ist Sachsen.

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