SR21-07 Cremona-Bologna

Die Temperaturen steigen. Heute waren es am Nachmittag 35 Grad im Schatten. Von Sizilien kommen Nachrichten von einem Temperaturrekord von 48,8 Grad. Ich hatte trotzdem eine längere Tour geplant, da es keine Berge gibt und die Straßen gut sind. Nach 161 Kilometern kam ich um halbacht an meiner Unterkunft in Bologna an. Bologna auch deshalb, da es von hier einen guten Weg über den Apennin in die Toscana gibt, zumindest ist das Höhenprofil besser als von Reggio Emilia.

Der Fluss „Po“ bei Cremona.
Tomatenfeld
Hier wird wohl der Parmigiano-Reggiano hergestellt, was die Plakate vermuten lassen. Parma, Modena, Bologna – in der Region gibt es viel international erfolgreiche Agroindustrie.
In solchen Läden landen die Köstlichkeiten der Region.

Am Nachmittag kam etwas Wind aus östlichen Richtungen auf. Der trocknete mich noch mehr aus. Ich legte vielleicht nicht mehr Trinkpausen ein als sonst, trank aber deutlich mehr. Wenn ich das Bier hier noch schaffe, was ich mir vorgenommen habe, werden es rund 9 Liter für heute sein. Im Prinzip ist der menschliche Körper hervorragend für die Langstrecke gemacht. Er kann am ganzen Körper schwitzen und so die Temperatur regeln. Beim Radfahren kommt der Fahrtwind dazu, sodass eine normale Hochsommerhitze kein Problem ist. Aber da muss man natürlich immer schauen, was einem gut tut und was nicht.

Das ist leider mein einziges Bild von Parma.
Mittagspause in Reggio Emilia
Mit dem Fanta- und Weintraubenantrieb kam ich heute ans Ziel.

Für morgen sind in Bologna 37 Grad angesagt, mit weiter steigender Tendenz. Am Montag sollten es 40 Grad werden. Aber ich fahre ja weiter. Allerdings ist Prato, wo ich morgen hinwill, mit 38 Grad auch etwas heftiger. Also mal schauen und die Lage weiter im Blick behalten.

Lidl bekommt einen Punktabzug, da es keinen Kühlschrank mit Softdrinks gibt. Mineralwasser mit Mineralien habe ich auch noch nicht gefunden (vor allem Kalzium und Magnesium im Verhältnis von 3:1).

Letzter Kreisverkehr vor Bologna
Wer sich gefragt hat, wo die Eis-Universität ihren Sitz hat: es ist Bologna.
Siesta in Reggio Emilia
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SR21-06 Ruhetag in Cremona

Nach 675 Kilometern, auf halber Strecke nach Rom, habe ich einen Ruhetag eingelegt. Cremona schien mir dafür ganz gut zu sein. Zum einen ist die Stadt groß genug, dass ich Fahrradzubehör einkaufen kann. Zum anderen eignet sich die Altstadt zum Flanieren ganz hervorragend.

Piazza Lodi mit Stradivari-Denkmal, wie auf vielen Plätzen in Cremona

Den ersten Fahrradladen hab ich gar nicht gefunden. An dieser Adresse war schlicht nichts mehr. Bei der zweiten Adresse hatte der Chef ein Schild hängen, dass wegen Urlaubs geschlossen sei. Ich fuhr schließlich zum Decathlon: kein einziger Reifen in meiner Größe. Immerhin habe ich den letzten Schlauch bekommen und eine gescheite Handluftpumpe. Meine alte Pumpe hat sich als untauglich erwiesen.

„Vom 4. bis 21. August geschlossen“: Die Übernachtungspreise am Mittelmeer und die Ferien der Ladenbesitzer sprechen dafür, das nächste Mal wieder später aufzubrechen.
Hurra, ein Fachgeschäft, das geöffnet und meinen lang ersehnten Reifen hat…
… ein Faltreifen, sodass die nächste Panne fernab von größeren Städten, kommen kann. Der Verschleiß vom Hinterrad macht mir ja etwas Sorgen.
Jetzt kann ich auch wieder Luft aufpumpen: „La pompa“ hat ein Innengewinde für das Presta-Ventil, kann bis 6 Bar – 5 ist aber bei mir das Maximum, sonst fliegt mir der Reifen um die Ohren.

Bei den Besorgungen erkundete ich die Altstadt mit ihren vielen Gassen, dem Museo del Violino, den vielen Stradivari-Denkmälern und Geigengeschäften und machte auf der Piazza Lodi Mittagspause. Dann bezog ich Quartier, um Siesta zu halten. Mein Hotel befindet sich in der Nähe des Doms, an der Piazza della Pace. Nun bleibt für heute noch Zeit, etwas Tourplanung zu machen, Wetterberichte zu lesen und die Faszien auf den Tag morgen vorzubereiten.

Violinen-Museum…
… eine Violine und
Violinenwerkzeug vom Meister selbst.

Ich habe noch nie so durstige Tauben gesehen. Am späten Nachmittag hatte es 33 Grad im Schatten. Kein Grund das Bild zu kippen – werde ich WordPress mal sagen.

Nebenstraße in der Altstadt: So leer war es fast überall am Nachmittag. Erst am Abend kehrt wieder etwas Leben ein. Von Tourismus ist aber nicht viel zu sehen. Es gibt im August nur noch zwei Konzerte, was man so lesen konnte, aber es sind ja auch Ferien.
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